Impressionen vom Laubhüttenfest in Jerusalem 2026

Christen aus rund 70 Nationen waren auch heuer wieder nach Jerusalem gekommen, um den Herrn in Zion anzubeten. Die christliche Feier des Laubhüttenfestes wurde von der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem unter dem Motto „Der Herr wird aus Zion brüllen“ (Joel 4,16) veranstaltet und umfasste zahlreiche Programmpunkte: die Eröffnungsfeier in Kfar HaNokdim, einer in der Wüste Judäa gelegenen Oase zwischen der Stadt Arad und der Festung Masada, die Veranstaltungen im Internationalen Convention Center Jerusalem, Zeiten des Lobpreises und der Anbetung bis hin zur Abendmahlfeier im Gartengrab und einem Heilungsgottesdienst in Qasr al-Yahud, wo Jesus im Jordan getauft wurde.
In Gesprächen mit säkularen wie religiösen Juden wurde ihre große Dankbarkeit deutlich, dass Christen aus vielen Nationen zu Sukkot gekommen waren. Ganz besonders beim Jerusalem-Marsch rund um die Knesset und durch den Sacher-Park hörten wir von den hier lebenden Juden Sätze wie „Danke, dass ihr zu dieser Zeit gekommen seid!“ oder „Wir schätzen eure Anwesenheit sehr!“. Und diese Worte kommen von Herzen. Auch beim Gästeabend für die Israelis wurde den Anwesenden aufgezeigt, wie sich einzelne Zweige der ICEJ weltweit für das jüdische Volk einsetzen. Unsere Anwesenheit beim Laubhüttenfest war ein klares Statement der Solidarität inmitten einer internationalen Ablehnung und Isolierung Israels.
Die Gemeinschaft zwischen den Christen aus den Nationen und den an Jesus Gläubigen vor Ort war ein prägendes Moment während der ganzen Festwoche. Die Begegnungen und der gemeinsame Lobpreis mit Gläubigen im Land waren ein besonderes Erlebnis. Diese Einheit wurde besonders deutlich bei der Feier des Abendmahls, geleitet von einem messianischen und einem arabischen Pastor.
Für viele Christen ist die Rückkehr der Juden nach Eretz Israel seit dem 19. Jahrhundert die sichtbare Erfüllung prophetischer Worte der Bibel und ein Zeugnis für die Bundestreue Gottes – ein einzigartiger Prozess in der Weltgeschichte voller Wunder. Als ein solches kann in diesen Tagen auch der versuchte Terroranschlag auf ein flydubai-Flugzeug bezeichnet werden, bei dem nur durch den Heldenmut mehrerer Israelis und eines indischen Piloten eine riesige Katastrophe verhindert werden konnte.
Zurück in Österreich verspüre ich große Dankbarkeit über all das Erlebte und zugleich den Wunsch: „Nächstes Jahr in Jerusalem!“. Lasst uns weiterhin klar und entschieden an der Seite Israels stehen!
Angesichts der tagtäglichen medialen Berichterstattung zum Thema „Israel“ fällt es manchmal vielleicht schwer, aktuelle Ereignisse möglichst objektiv einzuordnen. Für Interessierte stehe ich gerne zur Verfügung, um über die vielen biblisch-geistlichen und historisch-politischen Aspekte des Nahostkonfliktes zu sprechen und mich mit euch auszutauschen. Ich komme gerne in einen Hauskreis oder ein sonstiges Meeting – ersuche ggf. um Kontaktaufnahme über die Gemeinde oder auch persönlich.
Karl Klanner